Kapitel 5 von 6 · KNX Secure

Sicherheit braucht einen verständlichen Status.

KNX Atlas zeigt, welche Secure-Informationen ein Projekt enthält und was einer Verbindung fehlt. KNX IP Secure und KNX Data Secure werden genau dort gekennzeichnet, wo sie für die Arbeit zählen.

01

Ein eigener Blick auf die Secure-Informationen

Der Bereich „Sicherheit“ fasst die im Projekt gefundenen Schnittstellen, Tunnel und gesicherten Gruppenadressen zusammen. Bei einem Tunnel siehst du Adresse, Benutzerzuordnung und ob die nötigen Zugangsdaten vorhanden sind.

Bei gesicherten Gruppenadressen wird der Zustand der Schlüsselinformationen sichtbar. Fehlende oder ungültige Daten erscheinen mit einer Erklärung – statt einer allgemeinen Fehlermeldung beim Verbinden.

02

IP Secure und Data Secure auseinanderhalten

KNX IP Secure schützt die IP-Verbindung zur Schnittstelle, KNX Data Secure die Gruppenkommunikation selbst. Ein gesicherter Tunnel bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jede Gruppenadresse Data Secure verwendet.

  • Schnittstellen und Tunnel

    Zuordnung und vorhandene Zugangsdaten der Verbindung prüfen.

  • Gruppenadressen

    Gesicherte Adressen und den Zustand ihrer Schlüssel erkennen.

  • Schreibdialog

    Sehen, dass ein vorbereiteter Wert gesichert gesendet wird.

  • Inbetriebnahme

    Downloads über gesicherte Tunnel und Laden von Data-Secure-Geräten.

03

Auch bei Telegrammen bleibt der Unterschied sichtbar

Im Monitor kann ein gesichertes Telegramm erfolgreich entschlüsselt, als Wiederholung erkannt, ohne passenden Schlüssel oder ungültig sein. Die App zeigt diese Zustände mit Text und Kennzeichnung, statt sie zu einer scheinbar normalen Wertanzeige zusammenzufassen.

Im CSV-Export erscheinen Secure-Zustände als eigene Spalte. Entschlüsselte Inhalte werden nur mit der ausdrücklichen Freigabe der Projektinhalte exportiert.

04

Data-Secure-Geräte in Betrieb nehmen

Für das erste Laden eines Data-Secure-Geräts braucht es sein Gerätezertifikat (FDSK). KNX Atlas schaltet damit den Sicherheitsmodus ein, schreibt den Werkzeugschlüssel des Projekts und lädt danach unter diesem Schlüssel – in der Reihenfolge der ETS. Spätere Downloads verwenden nur noch den Werkzeugschlüssel.

Der FDSK bleibt nur für die Sitzung im Speicher und wird nie angezeigt oder gespeichert. Zur Unterscheidung zeigt die App lediglich eine vierstellige Kennung. Mehr dazu im Kapitel Inbetriebnahme.

05

Das Passwort gehört zu deiner Projektdatei

Ein passwortgeschütztes Projekt braucht sein Passwort. KNX Atlas kann es auf Wunsch im Schlüsselbund des Geräts merken – nicht automatisch und gebunden an die konkrete Datei. Ein neu exportiertes Projekt wird nicht pauschal mit einem alten Passwort geöffnet.

Für die Secure-Werkzeuge gibt es kein Feld zum beliebigen Eintragen von Schlüsseln. Die App nutzt die Informationen des geöffneten Projekts und sagt, wenn daraus keine passende Verbindung möglich ist.

06

Datei, Schlüsselbund und Exporte bewusst handhaben

Die Projektverarbeitung findet lokal auf deinem Gerät statt; ein Upload ist nicht nötig, und KNX Atlas enthält kein Tracking. Eine Datei in iCloud Drive oder bei einem anderen Anbieter unterliegt zusätzlich dessen Synchronisierung.

Auch ein CSV-Export oder eine gesicherte Projektkopie kann Namen, Werte und Zusammenhänge deiner Anlage enthalten. Speicherort und Exportinhalte bleiben deshalb deine bewusste Entscheidung.

Häufige Fragen

Woher bekommt KNX Atlas die Secure-Schlüssel?

Aus dem geöffneten, passwortgeschützten Projekt. Dort hinterlegt die ETS Zugangsdaten für Tunnel und die Schlüssel gesicherter Gruppenadressen. Fehlt etwas, zeigt die Secure-Übersicht, was genau.

Werden meine Projektpasswörter synchronisiert?

Nein. Gemerkte Passwörter liegen im Schlüsselbund des jeweiligen Geräts und sind nicht zur Synchronisierung vorgesehen. Auf einem anderen Gerät gibst du das Passwort erneut ein.

Kann ich Data-Secure-Gruppenadressen lesen und schreiben?

Ja, wenn die Schlüssel im Projekt vorhanden sind. Die Sitzung und der Bestätigungsdialog zeigen, dass gesichert gesendet wird.